Attraktive Texte für mobile Leser

01 Sep 2015

Sie fühlen sich bestens gewappnet für mobile Nutzer? Denn schließlich ist Ihre Website ja responsive? Irrtum. Damit ist noch kein Leser gewonnen.

Denn zur mobilen Strategie gehört es genauso, Content und Texte für kleine Ausgabegeräte anzupassen.

Mit 5 Regeln ist schon viel gewonnen. Hier sind sie:

1. Kurze Absätze

Wenn lange Absätze auf dem Desktop schon herausfordernd wirken, dann erst recht auf kleinen Screens. Sie erfordern viel Konzentration und verleiten den Leser zum Ausstieg.

Ein kurzer Absatz enthält je nach Satzbau 2-3 Sätze. Wenn sich 5 oder mehr Sätze versammeln, dann haben wir es vermutlich mit einem langen Absatz zu tun. Versuchen Sie, den Leser mit überschaubaren Abschnitten bei der Stange zu halten.

2. Prägnante Überschriften

Auf Mobilgeräten sind Überschriften wegen der Schriftgröße schnell bildschirmfüllend. Versuchen Sie daher, kurze Überschriften zu finden. Das wird nicht immer einfach sein.

Am besten formulieren sie die Überschrift erst, nachdem Sie den Artikel geschrieben haben. Denn dann haben Sie den inhaltlichen Kern durchdrungen und es fällt Ihnen viel leichter, die passende Überschrift zu finden.

3. Filtern, streichen, straffen

Eine weitverbreitete Empfehlung für Online-Texte lautet: Kurz halten, es will sowieso niemand lange Texte lesen. Das trifft es aber nur bedingt.

Gelesen wird schon, aber nur wenn die Texte strukturiert und verständlich geschrieben sind. Davon sind viele Texte weit entfernt.

Deswegen gilt es, jeden Text nach überflüssigen Ausführungen, Schnörkeln und Windungen zu durchforsten. Ihn in mehreren Durchgängen zu filtern und zu straffen. Liebgewordene Formulierungen um der Lesbarkeit willen zu streichen.

Wer klar schreibt und auf den Punkt kommt, der kann sich der Aufmerksamkeit der Leser sicher sein. und das auch dann, wenn der Text nicht im eigentlichen Sinne kurz ist.

4. Pole Position für das Wesentliche

Es ist keine leichte Aufgabe, den Leser gleich vom ersten Satz an zu packen und ihn in den Text hineinzuziehen. Genau das aber ist es, was gelingen muss. Öde oder unverständliche Anfänge sind Lesekiller.

Wer die Ansprache will, bringt das Wesentliche gleich am Anfang unter. Nur so können die Besucher erkennen, ob die weiteren Inhalte ihn interessieren oder nicht.

 5. Bild vor Text – und was es bedeutet

Es ist keine neue Erkenntnis: Nutzer fühlen sich unweigerlich zu Bildern hingezogen und beachten sie bevorzugt – ob sie wollen oder nicht. Der Grund: Bilder sind schnellere Beute, da sie sich unmittelbar dekodieren lassen.

Für mobilen Content bedeutet das: Bilder sind wohlüberlegt einzusetzen, da sie wertvollen Platz beanspruchen. Die Frage ist also, ob sie die inhaltliche Aussage unterstützen oder entbehrlich sind. Ist letzteres der Fall, sollten Sie zugunsten der textlichen Inhalte auf das Bild verzichten.

 Fazit

Beim Texten für mobile Geräte kommt es noch stärker darauf an, schnörkelfreie, fokussierte Inhalte anzubieten. Denn gelesen wird auch mobil. Allerdings nur, wenn die Inhalte gut geschrieben sind und die Perspektive der mobilen Nutzer mitgedacht wird.